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Crock of Gold

Source: Einblick magazin
Date: March 1998
Contributor: Ralf Walter
Copyright: (c) Einblick magazin

Titanic hin, Titanic her, der Briten liebstes Wrack ist und bleibt Shane MacGowan. Gott muß ein Kelte sein. Denn er ließ ihn überleben, den schon totgeglaubten Dreizahn, der mit 12 seine erste Flasche Whisky trank und seitdem nach eigener Aussage nicht mehr nüchtern war. Von den harten Sachen sei er aber runter, beteuert Shane, und wer ihn in den letzten Jahren ein wenig beobachtet at, weiß wie notwendig das war. Trotzdem, MacGowan ist die schönste Wasserleiche seit Kylie Minogue. Umso verwunderlicher ist, daß er mit seinem zweiten Solo "The Crock of Gold" das wohl beste Album seit dem 89'er Pogues-Highlight "If I should fall from Grace with God" abliefert. Die britische Presse kommt aus dem Jubeln nicht mehr raus, und die Fans bangen nach jedem Bühnendelirium. Dabei macht Shane nur das, was er schon immer tat: Celtic-Punk-Folk - verfeinert mit schönster Gossenpoetik - und das auf Leben und Tod.


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